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Ein Original: Das Fraxner Kriasiwasser

Im westlichsten Bundesland Österreichs finden Genießer so manche Köstlichkeiten, von denen sie möglicherweise noch nie gehört haben. Der Grund dafür: Zum einen werden die kulinarischen Besonderheiten nur in geringen Mengen hergestellt und verlassen die Vorarlberger Landesgrenze oftmals nicht, zum anderen sind die sprachlichen Barrieren schuld daran. Eines sei vorweg gesagt: Es lohnt sich allemal den exotisch klingenden Namen auf den Grund zu gehen.

 

Haben Sie schon einmal ein Fraxner Kriasiwasser probiert?

 

Als Nicht-Vorarlberger wird Ihre Antwort wahrscheinlich "nein" lauten. Kein Wunder, denn diese Spezialität gehört zu den einzigartigen Raritäten aus dem Ländle.

 

Wir befinden uns in Fraxern, einer kleinen Gemeinde in Vorarlberg, die auch liebevoll "Kriasidorf" genannt wird. An dieser Stelle eine kurze Übersetzung für Sie: "Kriasi" ist das alemannische Dialektwort für Kirsche.

Die Kirschen - oder eben "Kriasi" - profitieren hier auf ca. 1000 Meter Seehöhe von den hervorragenden klimatischen Bedingungen. Im Frühjahr blühen die Hochstammbäume in leuchtendem Weiß um die Wette, im Sommer ist dann echte Handarbeit angesagt. Traditionell mit einer Holzleiter und einem Korb ausgerüstet werden die Früchte von Hand gepflückt. Ein Teil der "Kriasi" wird direkt unterm Baum verkauft und manche werden "igschpeert" - also eingesperrt - was heißt, dass sie zur Gärung ins Fass kommen. Ein paar Monate später werden die vergorenen Früchte doppelt gebrannt, hierbei hat jeder Brenner sein eigenes (Familien-)Rezept. Heraus kommt eine hochprozentige Spezialität, die es unbedingt zu probieren gilt.

 

Das Fraxner Kriasiwasser (sagen Sie bitte nicht Kirsch-Schnaps zu ihm) ist ein reines Naturprodukt und wird Sie mit Sicherheit begeistern. Sein fruchtig-würziges Aroma kommt am besten bei einer Trinktemperatur von 14 bis 16 °C zum Ausdruck. Pur genießen oder als Beigabe zum Käsefondue - entscheiden Sie selbst.

 

Und wo ist das Fraxner Kriasiwasser erhältlich? Natürlich bei uns im Grundbira-Geschäft.

 

Bis dahin: "Ned hudla, sondern gnüßa!"

 

Eure Grundbira